Barfußgehen – die wertvollsten Ratschläge Sebastian Kneipps

 

Der nächste Fühling ist ja bereits im Anmarsch und kommt bestimmt!

Da beginnt für „Normale“ auch wieder das Gehen mit bloßen Füßen auf Gras, Erde im Wald und machmal auch im Feld oder am Meeresstrand im Sand oder an Flussufern auf Flusskies…

Illustration zum Thema Barfußgehen

Wunderbare Illustration zum Thema Barfußgehen

 

Gewöhnlich hat im menschlichen Leben Das, was am allervortheilhaftesten ist, am allerwenigsten Werth und Bedeutung und wird oft gar nicht beachtet oder sogar selbst geflohen. So ist es auch mit dem Barfußgehen. Das Barfußgehen hat für die menschliche Natur eine so hohe Bedeutung, daß, wenn Jeder seine Wichtigkeit kennen würde, er das Barfußgehen nie vollständig einstellen würde.

Barfussgehen - Textauszug

Barfussgehen - Textauszug d. 27. / 28. Auflage

Um kräftige, gut gedeihende, widerstandsfähige Kinder heranzuziehen wird es kaum ein Mittel geben, welches das Barfußgehen übertrifft. Wie das Kind, so wird auch der Greis noch durch Barfußgehen in einem Garten oder auf nassen Steinen sein Schicksal erleichtern können. Und wer du auch seiest, lieber Leser, unterlasse nicht, von zeit zu Zeit einige Minuten barfuß zu gehen! Kannst du es nicht im Freien, so kannst du es in seiner Wohnung, oder du kannst es, bevor du am Abend schlafen gehst in deinem Schlafzimmer thun; immer wirst du die vortrefflichen Wirkungen des Barfußgehens empfinden. Glücklich ist derjenige, welcher seine Füße für jede Temperatur abgehärtet hat, unglücklich aber der, dessen Füße ganz oder teilweise verweichlicht sind.

Barfussgehen - Textauszug - Fortsetzung

Die Füße haben einmal beim Hohen wie beim Niederen die Bestimmung, auf dem Boden herumzutreten, den menschlichen Körper auf dem Erde oder Zimmerboden herumzutragen; und sollte Jemand seine Füße zehnfach umwinden, so kommen sie doch wieder auf den Boden.

Das Barfußgehen gewöhnt unsere Natur am meisten an die Erde und härtet sie so ab, dass sie sich auf der Erde am wohlsten fühlt…

Welche Verheerungen richten oft Störungen in der Blutzirkulation besonders beim weiblichen Volke an! Sie würden aber ausbleiben, wenn die Füße durch Barfußgehen gehörige abgehärtet wären, weil durch die Abhärtung der Füße zugleich auch der Unterleib in den besten Zustand käme.

Wie sehnen sich doch die Kinder nach dem Frühling, weil dann sie wieder barfuß gehen dürfen! Es ist ihnen dabei so behaglich, tut ihnen so wohl, daß gewiß kein Kind Strümpfe und Schuhe anzieht, wenn es nicht gezwungen wird.

Das Barfußgehen ist aber nicht bloß für die Landleute gut, sondern ist noch viel mehr den Städtern zu empfehlen.

Das Barfußgehen muß also allen denen, die in einem geschlossenen Raume arbeiten müssen, empfohlen werden

So kann auch der Soldat am Morgen und Abend barfuß seine Arbeiten verrichten, braucht also nicht barfuß einen Marsch zu machen

… so möchte ich doch allen Vätern und Müttern zurufen:

Lasset eure Kinder fleißig barfuß gehen!

Ebenfalls beschrieben auf – Barfuß – Literatur – Ecke: Kneipp als Barfuß – Apostel – von Samuel Schick

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Füße, kalte – kalte Füße, Vierter Theil. Krankheiten

Sebastian Kneipp schreibt über ‚Füße, kalte‘ – kalte Füße

 

 

Unzählige Krankheiten und Gebrechen, von welchen einige leicht, viele aber auch gar nicht geheilt werden können, peinigen die Menschheit. Heutzutage ist es ganz besonders ein dem Anscheine nach unbedeutendes Übel, welches unter der Menschheit grassirt, und zum Theil nur sehr schwer, bei manchen Leuten aber auch gar nicht geheilt werden kann. Dieses Gebrechen sind kalte Füße.

 

 

Unter einer großen Anzahl von Menschen wird man kaum ein Duzend herausfinden, welche nicht über kalte Füße zu klagen haben. Es wird viel aufgeboten, um die Füße zu erwärmen; man nimmt wollene Stoffe, welche man noch verdoppelt und vervielfacht; aber die Füße bleiben kalt. Man trägt Pelzschuhe und mit wollenen Stoffen gefütterte Schuhe, aber die Klagen über kalte Füße nehmen deshalb nicht ab. Man trägt Gummischuhe und probirt noch viele andere Mittel, und auch jetzt bleiben die Füße kalt. Man legt selbst eine Bettflasche zur Nachtzeit in’s Bett, und wenn gegen Morgen die Flasche kalt wird, so werden auch die Füße wieder kalt. Endlich bringt man seine Füße in die Nähe des heißen Ofens, um sie zu erwärmen; auch das ist vergebens.

 

 

Somit entsteht die gerechte Frage: Woher kommt es denn, daß ein großer Theil der Menschheit mit Grund über kalte Füße klagt, und warum kann man keine dauernd wirksamen Mittel gegen dieses Uebel finden? Die Ursache der kalten Füße liegt im Blutlauf; das Blut muss die Natur nicht bloß ernähren, sondern auch erwärmen. Wo keine Wärme ist, da fehlt das Blut, und wenn Jemand beständig oder die meiste Zeit kalte Füße hat, so hat er auch nicht das nöthige Blut in seinen Füßen; wenn die Füße blutreich wären, müssten Sie auch warm sein. Wenn aber die Füße …

 

Mehr darüber zu erfahren und wie dies geheilt werden kann gibt es im downloadbaren 416-Seiten-eBook:
 

„Mein Testament für Gesunde und Kranke“ von Sebastian Kneipp